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Dienstag, 8. Mai 2012

Soldatenfräulein und Soldatenmädchen ihre Bücher

Als ich den Herzmann kennenlernen durfte war er schon Soldat. 
Am Anfang fand ich seinen Beruf jetzt nicht soooo besonders.
Doch ich hab schnell festgestellt, dass der Beruf viele Schattenseiten hat und ich hab angefangen im Internet nach Gleichgesinnten zu suchen.
Dabei habe ich gaaaaanz viele Foren, Facebookgruppen und Chats gefunden, wo überwiegend Soldatenfrauen unterwegs sind. 
Besonders als der Herzmann im Einsatz war, haben mich viele fremde und nette Damen unterstützt und dabei ist kleine Gemeinde entstanden. 
Diese Gemeinde erstreckt sich über ganz Deutschland und man hilft sich gegenseitig wo man nur kann.
Ich war schon sehr überrascht, als ich nach ein par Wochen einen Brief von der Bundeswehr in meinem Briefkasten fand, wo ich auf eine Veranstaltung eigenladen wurde. 
Es gibt die Sogenannten Familienbetreuungszentren.
Diese kümmern sich um die zurückgebliebenen Familienmitglieder, wenn der Mann im Einsatz ist. 
Auf jedenfall wird einem viel geholfen!

Zur Zeit sind wir ja wegen einer Versetzung auf Wohnungsuche.
Und weil der Herzmann selber schon ziemlich viel zu tun hat, haben uns die tollen Soldatenfrauen vom neuen Standort ihre Hilfe angeboten. 
Innerhalb von ein par Tagen wurden viele Kontakte hergestellt und neue Wohnungen zur Auswahl gefunden. 
Ich war wirklich seeeehr überrascht über diese Hilfsbereitschaft!
Und bin unendlich Dankbar dafür <3

Aber es gibt auch vieles für das Herzkind.
Neben einer Familienbetreuung durch die Bundeswehr engagieren sich auch viele Menschen privat für die Aufklärung der kleinen,

Bis jetzt durften drei tolle Bücher bei uns einziehen, die ich euch ein wenig Vorstellen möchte.


Einmal haben wir hier die zwei Buchbänder Mein Papa ist Soldat von Erwin Winner.
Die zwei Bücher sind eher was für größere Kinder, also noch nichts für das Herzkind
Im ersten Band wird das Thema "Auslandseinsatz" aufgegriffen.
Für Kinder, die es weniger verstehen, warum der Papa in fremder Uniform für mehrere Monate weggeht, ist das Buch echt perfekt. Nicht nur das der Text sehr schön geschrieben ist, sondern auch die vielen Bilder, die aufzeigen, was der geliebte Vater da so unten treibt.

In Band zwei geht es dann zu einen um eine Versetzung, wo die ganze Familie mitziehen muss.
Eigentlich das passende Thema, aber das Herzkind ist, wie gesagt, noch ein wenig zu jung um das zu verstehen.
Vorallem für Schulkinder ist das Buch geeignet, die ihre Freunde zurücklassen müssen. 
Zum anderen wird da der Beruf des Soldaten gut beschrieben.

Das letzte Buch ist von Daniela Malz und heißt: Mein Papa ist ganz weit weg
Dieses Buch ist schon eher was für das kleine Mädchen.
Dort geht es wieder um das Thema Auslandseinsatz.
Die Bilder und der Text wurden sehr liebevoll gestaltet und das Herzkind ist ganz entzückt davon!

Ich als Soldatenfräulein bin schon sehr dankbar dafür, dass wir nicht ganz alleine gelassen werden. 
Immerhin tragen wir die gleiche "Last" (Ja, es ist eine Last und oft kann man sich das nicht mal mehr schön reden!) mit uns rum...
Wenn sich ein Mann dazu entschließt Soldat zu werden, dann steht die Familie immer hinten dran. Das ist einfach Fakt und es schmerzt und ich hasse es... 
Meine rosarote Brille, wo ich jeden Soldaten als Helden ansehe, ist schon lange kaputt und ich sehe dafür die wunderbare Realität. 

Aber genau dafür gibt es eben diese tolle "Gemeinde" wo man sich gegenseitig hilft und sich in schweren Lagen unterstützt.

Und somit ist es auch okay, einen Soldaten als Herzmann zu haben <3
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Sonntag, 15. April 2012

Und die Frage bleibt...

...nach dem Warum...
Warum dürfen wir unser Leben weiter leben?
Jeden Tag nebeneinander aufwachen
Unserer Tochter beim aufwachsen zusehen
Einfach Leben.

Warum wir?

Was haben wir anders gemacht?
Was hat er anders gemacht?
Eine Minute später aufgestanden
Zwei Minuten früher losgefahren
Eine falsche und eine richtige Bewegung
Oder doch Schicksal?
Aber wieso?
Wieso dürfen sie all das nicht mehr erleben?

Heute vor zwei Jahren starben vier Soldaten bei einem Gefecht in Baghlan
Mein Herzmann mitten unter ihnen.
Doch er darf leben...
Wie erlebt man so einen Moment? 
Wenn um einen herum Menschen sterben?

Und wie erlebt eine zurückgelassene Freundin den Tag?
Man denkt nicht an Leben...
Man geht nicht davon aus, dass man Leben darf...
Man hört es im Fernsehen, im Radio und man liest es im Internet
und man weiß, dass er da mittendrin ist.
Man greift zu Telefon, doch keiner nimmt ab.
Man sitzt da, bewegungsunfähig
Atemlos
Und man fragt sich, Warum wir?
In so einem Moment erträgt man nur die Stille
Nichts darf sich bewegen
Nichts darf sich Verändern
Jede Minute wird zur Stunde
Und man wartet...
Auf einen Anruf
Auf Menschen, die einem sagen, dass es ihnen Leid tut
Genau das erwartet man...
Wieso sollte es auch anders sein?
Warum genau wir?
Der einzige Gedanke...
Hoffentlich ging es schnell
Hoffentlich hatte er keine angst
Hoffentlich vielleicht doch nicht wir!

Der Anruf kam nicht
Die Menschen auch nicht

Wir dürfen nämlich Leben.

Oberstabsarzt Dr. Thomas Broer 
Major Jörn Radloff
Stabsunteroffizier Josef Otto Kronawitter
Hauptfeldwebel Marius Josef Dubnicki

Diese vier Männer fielen am 15.04.2010 für ihr Land in Afghanistan.

Unvergessen und in tiefer Trauer....


(Dr. Thomas Broer bekam am 25 November 2010 eine kleine Tochter Namens Antonie. Seine Lebensgefährtin kämpft bis heute um eine angebrachte Unterstützung von der Bundeswehr) 
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Freitag, 6. April 2012

Unvergessen

Am Karfreitag vor zwei Jahren (02.04.10)
starben drei Soldaten bei einem Gefecht in Afghanistan.
Aus persönlichen Gründen bleiben sie bei uns Unvergessen...

In tiefer Trauer

StGefr Robert Hartert, HptFw Nils Bruns, HptGefr Martin Kadir Augustyniak...Ruhet in Frieden!

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Sonntag, 25. März 2012

Fünf Tage Regel

Ja, so sieht nämlich das Leben eines Soldatenfräuleins aus, wenn der Mann unter der Woche in der Kaserne wohnt.
Unser gemeinsames Leben beginnt Freitag Nachmittag. Man freut sich aufeinander, macht sich schick, putzt die Wohnung, zieht dem Kindi was hübsches an und kriegt Herzklopfen. Aber wenn er dann wirklich da ist, sitzt man nebeneinander und ist schüchtern. 
Wenn mir andere Leute sagen, dass ich ihn ja nur fünf Tage nicht sehe, dann könnte ich kotzen.
Denn in diesen fünf Tagen, passieren Weltbewegende Dinge, dir wir nicht teilen können. 
Unser Leben ist unter der Woche ein ganz anderes, als am Wochenende, wenn er da ist.
Er verpasst nämlich UNSER  gemeinsames Leben. 
Also sitzen wir da und schweigen uns an. 
Ich, von der Woche geschlaucht und müde, weil das Herzkind weder schlafen, essen, spielen oder sonst etwas sinnvolles machen wollte.
Und er total überfordert von meinen Vorderungen...
Also sortiere ich seine Wäsche, stopfe alles in die Waschmaschine und hoffe irgendwie, dass bald Sonntag ist...
Die erste Nacht nach der unendlich langen Trennung ist schön.
Man gewöhnt sich langsam aneinander, kuschelt mit dem Mädchen, schaut ihr beim schlafen zu und merkt, wie schön es doch ist, wenn man doch zu dritt im Bett liegt.

Die Samstage sind hektisch und sie setzen uns unter Druck.
Man steht früh auf und versucht den Tag so voll wie nur möglich zu stopfen!
Immerhin ist dies unser einzig ganzer Tag, den wir gemeinsam verbringen!
Also werden wir nervös und stolpern über unsere Füße. Man nervt sich und der Herzschlag wird schneller.
Also stehe ich auf, packe die gewaschene Wäsche in den Trockner und hoffe, dass der Tag schön wird.
Wir machen viel, sehen viel und erleben zu dritt immer sehr intensive Samstage. An jeden einzelnen kann man sich erinnern. Und wir tanken Liebe. Und wir tanken uns. Das Herzmädchen blüht auf und will ihren Papahelden am liebsten nie wieder los lassen.

Sonntag.
Wir schlafen aus, Papa spielt mit Töchterchen, frühstücken in Ruhe und sind eine Familie.
Wir beginnen den Tag ohne Stress und lassen dem Sonntag ihren lauf.
Diese Tage sind langsam. Sie vergehen schleppend und uns stört das nicht.
Wir sind wieder ein Wir und können kaum glauben, dass wir uns nur drei Tage in der Woche sehen.
Abends, wenn der Held noch die letzten Minuten mit seinem Baby genießt, steh ich da und kriege einen Klos im Hals.
Langsam und ordentlich fange ich an seine Uniformen zu bügeln. Jede Falte muss weg und ich lasse mir Zeit. Denn das ist, was uns fehlt. 
Dann ist er weg. Tränen steigen auf, doch man muss sie runter schlucken.
Warum nicht weinen? Es sind doch nur fünf Tage, in denen wir uns nicht sehen...

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Freitag, 23. März 2012

Wort zum Freitag

Es ist der Soldat der die Pressefreiheit schützt, nicht der Journalist. Es ist der Soldat der die Religionsfreiheit schützt, nicht der Priester. Es ist der Soldat der die Demokratie schützt, nicht der Politiker. Es ist der Soldat der die Flagge grüßt. Es ist der Soldat der unter der Flagge begraben wird. Und es ist der Soldat der dem Demonstranten das Recht schützt, ihn Mörder nennen zu dürfen ! Er hat es verdient von seinem Volk Respektvoll behandelt zu werden!
Autor mir Unbekannt

Mein Wort zum Freitag
Bald ist er da <3
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